Jahresberichte

Auf dieser Seite finden Sie den jeweils aktuellen Jahresbericht der Anti-Bias-Werkstatt. Diesen und alle weiteren Berichte können Sie hier auch als pdf-Dokument herunterladen: 2004 / 2005 / 2006 / 2007 / 2008 / 2009 / 2010 / 2011

Jahresbericht 2011 der Anti-Bias-Werkstatt


Das Jahr 2011 zeichnete sich für uns mit der Bereicherung der Werkstatt um drei neue Mitarbeiter_innen aus.
Viel Energie einzelner Mitarbeiter_nnen floss in die Organisierung der Anti-Bias-Tage, einer bundesweiten/internationalen Tagung in Oldenburg, in der Menschen mit Interesse am Anti-Bias-Ansatz in Kontakt kommen und sich austauschen konnten.
Besonders gefreut haben wir uns über alte und neue Kooperationspartner_innen durch die wir eine ganze Reihe spannender Seminare und Fortbildungsmodule realisieren konnten.An der Universität Oldenburg war es uns auch in diesem Jahr möglich durch die Implementierung des Anti-Bias-Ansatzes über Lehraufträge und insbesondere über die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin sieben dreitägige Einführungsseminare fachübergreifend anzubieten.


I. SEMINARE & WORKSHOPS

Universitäten & Fachhochschulen

Jan. / Feb./ März / Mai / Juli / Dez. 2011, Universität Oldenburg
Ab dem Wintersemester 2010/2011 fanden auch dieses Jahr eine Reihe von Anti-Bias-Einführungsseminaren für Studierende der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt. Die Fachbereich übergreifend wählbaren Seminare mit dem Titel Reflexions- und Sensibilisierungsübungen im Umgang mit Zuschreibungen und Ausgrenzungsmustern waren innerhalb des Moduls Managing Diversity angesiedelt.

März 2011, TU Wien
An der Technischen Universität Wien konnten Studierende wie Angestellte folgendes Seminar besuchen: Karriereleiter oder Rolltreppe?! Erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit Macht und Diskriminierung im (eigenen) beruflichen Umfeld. Das Anti-Bias-Seminar fand in Kooperation mit der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies der TU Wien statt.September 2011, Universität Oldenburg
Der Erasmus Mundus Studiengang European Master Migration and Intercultural Relations (EMMIR) fand im September 2011 mit einem Anti-Bias-Einführungsseminar für die EMMIR-Studierenden der Universität Oldenburg statt und wurde von Kooperationspartner_innen der Anti-Bias-Werkstatt begleitet. Das Seminar fand in Kooperation mit der Arbeitsstelle Migration Gender Politics statt, wo der Studiengang angesiedelt ist. Insgesamt wird er von vier europäischen und drei afrikanischen Universitäten getragen.

Oktober 2011, TU Wien
An der Technischen Universität Wien bot das Projekt WIT Women in Technology der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies ein weiteres Anti-Bias-Seminar in Kooperation mit der Anti-Bias-Werkstatt an. Das Seminar mit dem Titel Von Feuerwehrfrauen, Kindergärtnern und geschlechtsneutralen Studierenden. Ein Anti-Bias-Seminar zur Wirkung von Sprache und war offen für alle Studierenden und universitär Angestellten.



Andere Bildungsträger

April 2011, Oldenburg
Das Antira-Plenum Oldenburg hat sich einenAnti-Bias-Workshop organisiert, der von der Anti-Bias-Werkstatt durchgeführt wurde. Der Workshop fand statt im Alhambra Oldenburg.

Juni 2011, Heiligkreuztal
Dieses Anti-Bias-Einführungsseminar fand im Rahmen des Bildungsangebotes des Klosters Heiligkreuztal statt und war offen für alle Interessierten. Seminarort war die Bildungsstätte Stefanus im Kloster Heiligkreuztal.

Juli 2011, Velten bei Berlin
Auch dieses Jahr organisierte die Initiativgruppe gegen Gewalt und Rassismus - die Mixed-Pickles - eine Aktionswoche mit Kindern und Jugendlichen. Diese konnten u.a. an einem Tag in verschiedenen Übungen und Spielen mit dem Anti-Bias-Ansatz ihre Ideen und Erfahrungen zum diesjähringen Motto "Fair Play" einbringen und in geschützter Atmosphäre besprechen.

Juli 2011, Peine
Das FREIHEIT.leben.PUNKT!-Camp ist ein Camp zum herrschaftsfreien, emanzipatorischen Leben – das in Peine (zwischen Braunschweig und Hannover) stattfand. Auf dem Camp konnten Visionen von selbstbestimmten, emanzipatorischen Leben entwickelt, umgesetzt, gelebt und sich mit gesellschafts- und herrschaftskritischen Themen auseinandergesetzt werden. Das Camp sollte dabei eine Mischung aus Konzerten, Musik, theoretischen Seminaren und praktischen Workshops sein. Der dort angebotene Anti-Bias-Workshop trug den Titel Der Anti-Bias-Ansatz - Zur politischen Reichweite eines Anti-Diskriminierungs-ansatzes.

September 2011, Freiburg
In Freiburg startete das iz3W im September 2011 ein lokales Antirassismusprojekt mit einer Workshopreihe namens KulturTRäume: Workshops & Vorträge für DiverCity. Den Auftakt machte einer der zwei angebotenen Anti-Bias-Workshops. Der erste mit dem Titel Diskriminierung verlernen und wendete sich an Lehrerinnen, Multiplikator_innen, Mitarbeiter_innen öffentlicher Einrichtungen und Institutionen u.a.

November 2011, Freiburg
Der zweite Workshop im Rahmen der Workshopreihe KulturTRäume: Workshops & Vorträge für DiverCity des iz3W mit dem Titel Bilder, Sprache & Vorurteile war offen für alle Interessierte und bot eine allgemeine Einführung in den Anti-Bias-Ansatz.

November 2011, Bremen
In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative fand ein Einführungsseminar statt, das allen Interessierten die Möglichkeit bot den Anti-Bias-Ansatz kennen zu lernen. Das Seminar sollte Raum für eine intensive erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit der eigenen Verstrickung in gesellschaftliche Machtverhältnisse eröffnen mit dem Ziel, Handlungsalternativen zu diskriminierenden Kommunikations- und Interaktionsformen mit der Gruppe zu entwickeln.

Dezember 2011, Bremen

Im Dezember fand – erneut in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – ein Anti-Bias-Aufbauseminar statt, das sich an alle Interessierten richtete, die bereits an einem Einführungsseminar teilgenommen haben und Inhalte vertiefen wollten. Ausgehend von verinnerlichten Formen der Dominanz und Unterdrückung lag der Fokus inhaltlich darauf, alternative Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten und gemeinsam zu reflektieren.


II. ANTI-BIAS-MODULE IN LEHRGÄNGEN & WEITERBILDUNGEN


Februar 2011, Bad Bevensen
Im Rahmen der Weiterbildung "inklusive menschenrechte" der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen e.V. wurde das Modul "Verschiedenheit & Gleichheit, Norm(alität) & Werte" in Kooperation mit der Anti-Bias-Werkstatt durchgeführt.

März / April 2011, Innsbruck
Fit für Vielfalt? Denken und Handeln in der Migrationsgesellschaft ist der Titel eines sechsmoduligen Lehrganges der ab Januar 2011 im Haus der Begegnung Innsbruck angeboten wurde. In Zusammenarbeit mit der Anti-Bias-Werkstatt fand darin das Modul Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus, Zivilcourage statt.

Mai 2011, Osterholz-Scharmbeck
Im Rahmen des Projektes LINES bot das Inklusionsnetzwerk Osterholz-Scharmbeck erneut den Qualifizierungskurs zur Fachkraft Inklusion an. Er ermöglichte es pädagogischen Mitarbeiter/-innen, sich auf dem Gebiet gleichberechtigte Teilhabe, u.a. mithilfe des Anti-Bias Ansatzes, kostenlos weiterzubilden. Projektpartner waren die Arbeitsgemeinschaft Berufsbildung und örtliche Entwicklung (ABÖE) e.V. und die Volkshochschule Osterholz-Scharmbeck.

September 2011, Hamburg
In Kooperation mit dem Transkulturellen und interreligiösen Lernhaus der Frauen in Hamburg fand im Rahmen der Fortbildung Interkultureller Dialog ein Anti-Bias-Seminar für die Fortbildungsteilnehmerinnen statt.



III. TAGUNGEN & FACHVERANSTALTUNGEN


Juni 2011, Wien
Auf der Arbeitstagung „Biografische Ansätze in der politischen Bildungsarbeit“ wurden Fragen zum biografischen Arbeiten aus Sicht des Anti-Bias-Ansatzes vorgestellt.

Oktober 2011, Oldenburg
Die Tagung mit dem Titel Anti-Bias-Tage. Rückblicke – Augenblicke – Ausblicke fand unter Beteiligung sehr vieler Anti-Bias-Aktiver aus dem vorrangig deutschsprachigen Raum in Oldenburg statt. Organisiert wurde die Tagung von einer kleinen Vorbereitungsgruppe die sich aus Menschen zusammensetzt, die sich in unterschiedlichen Zusammenhängen mit dem Anti-Bias-Ansatz beschäftigen: im Rahmen der Anti-Bias-Werkstatt, als Bildungsreferent_in, in der Jugendhilfe, in Lehre und Forschung und in politischen Bündnissen.
Rückblicke und Fotodokumentationen sind noch unter http://www.anti-bias-tage.de/ einzusehen.
Dort findet sich unter anderem auch der Vortrag von Beryl Hermanus aus Südafrika sowie Materialien und Links einiger Projekte, die sich dort vorgestellt haben.

Dezember 2011, Berlin
Vortrag mit dem Titel "Anti-Bias: Ein intersektionaler Ansatz in der Anti-Diskriminierungsarbeit' an der Freien Universität Berlin im Rahmen des reflect!-Seminars "Intersektionale Ansprüche in Methoden politischer (Jugend­)Bildungsarbeit – Praxis und Reflexion".



IV. WEITERES


Mitarbeiter_innen in der Anti-Bias-Werkstatt

August 2011
Die Anti-Bias-Werkstatt ist im Sommer um drei Mitarbeiter_innen gewachsen. Ein paar Infos zu Aleksej Urev, Rosa Brudereck und Holger Speidel finden sich auf der Anti-Bias-Werkstatt-Website unter Wir » Mitarbeiter_innen. Wir freuen uns auf alle gemeinsamen Projekte und Prozesse, die uns erwarten.


Netzwerktreffen

Jan. / April / Dez. 2011, Berlin
Seit Beginn des Jahres gab es drei Netzwerktreffen in Berlin, bei dem sich Menschen, die an dem Anti-Bias-Ansatz interessiert sind und/oder damit arbeiten, getroffen haben, um mögliche gemeinsame Interessen auszuloten. Es bildeten sich verschiedene Arbeitsgruppen u.a. eine Literaturlesegruppe oder die AG Methoden in der Erwachsenenbildung. Weitere Treffen für 2012 sind geplant.


Publikationen


Schmidt, Bettina (2011): Brüche, Brüche, Widersprüche ... In: Leiprecht, Rudolf (Hrsg.): Diversitätsbewusste Sozialpädagogik. Schwalbach im Taunus: Wochenschau. Veröffentlichung in Vorbereitung.