WIR
Anti-Bias-WerkstattDie Anti-Bias-Werkstatt besteht mittlerweile seit dem Jahr 2003. Begonnen haben wir mit unserer Arbeit nach einem Anti-Bias-Training an der Universität Oldenburg im Jahr 2002, welches von zwei südafrikanischen Trainerinnen (Beryl Hermanus und Welakazi Dlowa) geleitet wurde. Sehr bewegt und inspiriert sind wir von da an mit dem Anti-Bias-Ansatz gewachsen. In einem Zyklus von ständiger Auseinandersetzung, Fortbildung, Austausch, Weiterentwicklung und wieder neuen Erfahrungen haben wir den Ansatz (in Kooperation mit anderen Einrichtungen und Expert_innen) mittlerweile fest in der Bildungslandschaft in Deutschland etabliert.
Inzwischen haben wir einen Sitz in Oldenburg und einen in Berlin und koordinieren von dort Seminare und Veranstaltungen in Deutschland und (wenn auch seltener) Europa. Durch regelmäßige Arbeitstreffen und längere Klausurtagungen sind wir Mitarbeiter_innen aus Oldenburg und Berlin eng vernetzt.
Nach unserem Verständnis entspricht die Anti-Bias-Arbeit einer Lebenshaltung, die sich in einem lebenslangen persönlichen Prozess fortentwickelt. Die Anti-Bias-Perspektive spielt dabei auch für unsere Arbeitsstrukturen, Kommunikationsformen und unser Selbstverständnis innerhalb der Werkstatt eine große Rolle.
Nach außen hin arbeiten wir auf zwei Ebenen mit bzw. an dem Anti-Bias-Ansatz:
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(1) Seminartätigkeit: |
(2) Weiterentwicklung und theoretische Fundierung: |
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Wir bieten für verschiedene Zielgruppen und verschiedene Träger Anti-Bias-Seminare an. Die Hauptzielgruppe unserer Arbeit sind bislang Studierende der Erziehungswissenschaften, der Lehrämter, der Sozial- und Politikwissenschaften sowie Multiplikator_innen der Bildungsarbeit. Zudem bieten wir unter anderem Seminare für Ausbilder_innen, für das Team der Projektmitarbeiter_innen einer Einrichtung, für Schüler_innen sowie Lehrer_innen innerhalb und außerhalb von Schulen und die offene Jugendarbeit an. Unsere Seminare finden in ganz Deutschland sowie vereinzelt im europäischen Ausland statt. Wir unterscheiden zwischen Workshops, Einführungsseminaren, Aufbaukursen und Weiterbildungsmodulen. Die Workshops und Einführungskurse richten sich an Menschen, die den Anti-Bias-Ansatz kennen lernen möchten. Der Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen und Haltungen und der Sensibilisierung für den Themenkomplex Diskriminierung. Die Aufbaukurse möchten darauf aufbauend einen Schwerpunkt vertiefend behandeln, so wie etwa Handlungs- und Aktionsmöglichkeiten im (Arbeits-)Alltag. Die Weiterbildungsreihe mit 3-4 Modulen möchte Menschen befähigen und ermutigen, selbst mit dem Anti-Bias-Ansatz zu arbeiten. Viele unserer Seminare finden in enger Kooperation mit anderen Trägern und Einrichtungen statt. |
Der Anti-Bias-Ansatz befindet sich in ständiger Weiterentwicklung. Im Kontext des Einwanderungslands Deutschland etwa werden andere inhaltliche Bezüge und Schwerpunkte relevant, als sie es in den USA oder Südafrika waren und sind. Daher ist es ein zentrales Anliegen unserer Arbeit, einerseits aktuelle Themenkomplexe und ‚Blickwinkel’ einzubeziehen und andererseits die theoretische Fundierung der Grundlagen des Ansatzes beständig zu erweitern. In den vergangenen Jahren haben mehrfach Theorietagungen stattgefunden, an denen verschiedenste Anti-Bias-Expert_innen sich gemeinsam mit zentralen Elementen auseinander gesetzt haben. In wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungen der Mitglieder setzen wir uns aktuell besonders innerhalb der Anti-Bias-Werkstatt mit zentralen Fragen auseinander und etablieren erweiterte fundierte Perspektiven. Im Rahmen regelmäßiger Netzwerktreffen mit anderen Anti-Bias-Aktiven haben wir im letzten Jahr zudem an Qualitätsaspekten der Anti-Bias-Arbeit als gemeinsame Basis gearbeitet. |