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Was ist der Anti-Bias-Ansatz?

Der Anti-Bias-Ansatz ist ein Ansatz der antidiskriminierenden Bildungsarbeit, der in der deutschen Bildungslandschaft seit einigen Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewinnt.
Das englische Wort „bias“ bedeutet Voreingenommenheit oder Schieflage. Wir möchten mit diesen beiden Begriffen deutlich machen, dass neben dem Fokus auf individuellen Vorurteilen und Haltungen einzelner Menschen, insbesondere auch gesellschaftliche Schieflagen, Macht- und Herrschaftsverhältnisse in der Anti-Bias-Arbeit in den Blick genommen werden. Der Anti-Bias-Ansatz zielt darauf, für das Themenfeld Diskriminierung zu sensibilisieren, Mechanismen und Funktionsweisen auf subjektiver und gesellschaftlicher Ebene zu verstehen und die eigenen Perspektiven, Handlungsweisen und Positionierungen in ihrer Verstrickung mit gesellschaftlich vorherrschenden Selbstverständlichkeiten kritisch zu reflektieren.

Das Anliegen der Anti-Bias-Arbeit ist es, eine intensive erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit Macht und Diskriminierung zu ermöglichen und die Entwicklung alternativer Handlungsansätze zu diskriminierenden Kommunikations- und Interaktionsformen zu fördern.

Dabei versteht sich der Anti-Bias-Ansatz ...

  • als persönliche Haltung und lebenslanger Prozess
  • als Ansatz politischer Bildungsarbeit
  • als Querschnittsaufgabe für Institutionen und Organisationen
  • als Aufforderung zur gesellschaftlichen Veränderung hin zu einer vorurteilsbewussten und diskriminierungsfreien Gesellschaft (Utopie)

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